freiwillige Einlagensicherung

Freiwillige Einlagensicherung der Bundesrepublik Deutschland

Darüber hinaus gibt es die freiwilligen Systeme der Einlagensicherung. Diese beinhalten unter anderem den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes der deutschen Banken sowie des Bundesverbandes der öffentlichen Banken.
Wonach richtet sich die Einlagensicherung?

Einlagensicherung in der Bundesrepublik DeutschlandDie Sicherungsgrenzen der Einlagensicherung, die von diesen Fonds abgedeckt werden, sind ungleich höher als die gesetzlichen. Banken, die sich mehr oder weniger in öffentlicher Hand befinden, arbeiten ohne eine feste Grenze der Einlagensicherung.

Das bedeutet, dass die Einlagensicherung der Sparguthaben zu 100 Prozent und damit in voller Höhe geschützt ist. Durch den Bundesverband deutscher Banken richtet sich die Einlagensicherung nach dem jeweiligen Kapital der Mitgliedsunternehmen.

Der Wert steht aktuell bei 30 Prozent, allerdings soll die Quote bis zum Jahr 2025 auf 8,75 Prozent sinken. Somit sind mehrere Millionen Euro pro Kunde durch die Einlagensicherung der Banken abgesichert. Genossenschafts- und Raiffeisenbanken sowie auch die Sparkassen arbeiten mit einer eigenen Einlagensicherung. Für Wertpapiere ist die spezielle Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen zuständig, die im Schadensfall 90 Prozent begleicht, allerdings nur bis zu einer Höhe von maximal 20.000 Euro.

Staatsgarantie als Einlagensicherung

Die Staatsgarantie geht im direkten Vergleich weit über die Einlagensicherung der Banken hinaus.

Garantie der gesetzlichen Einlagensicherung in der Bundesrepublik Deutschland:

Eine gesetzliche Regelung zur staatlichen Einlagensicherung wurde im Zuge der Finanzkrise 2008 zwar diskutiert aber nicht umgesetzt. Stattdessen hat die Bundesregierung am 5. Oktober 2008 eine Bürgschaft als eine Art der Einlagensicherung übernommen.

Damit sollen die Einlagen der Bürger, also auch Tagesgeld und Festgeld, im schlimmsten Fall gesichert sein. In Folge der Finanzkrise wurde die Einlagensicherung in Deutschland zum 1. Juli 2009 auf 50.000 Euro erhöht.

Zum 31. Dezember 2010 erfolgte eine weitere Erhöhung der Einlagensicherung auf 100.000 Euro. Damit orientiert sich Deutschland bei der Einlagensicherung im Vergleich an das internationale Niveau. Vorreiter in Sachen Einlagensicherung waren jedoch die Österreicher. Hier musste die Einlagensicherung bereits nach der Pleite der BHI einspringen. Diese und drei weitere Bankenpleiten kosteten die Einlagensicherung insgesamt 140 Millionen Euro. Am 8. Oktober 2010 hat der österreichische Ministerrat ebenfalls die unbeschränkte Einlagensicherung beschlossen. Im Vergleich zu Deutschland gelten hier also im Prinzip dieselben Regelungen. Auch für die nötige Transparenz ist in Österreich gesorgt: Ob eine Bank der Einlagensicherung angeschlossen ist, lässt sich auf der Homepage der Einlagensicherung Österreich einsehen.

Auf europäischer Ebene gibt es eine Vereinigung für die Einlagensicherung, an die sich jede europäische Einlagensicherung anschließen kann. Auch außerhalb der Europäischen Union gibt es Regelungen zur Einlagensicherung. Bis zu einer Summe von insgesamt sechs Milliarden Schweizer Franken Unterliegen Einlagen, darunter auch Tagesgeld und Termingeld der Einlagensicherung. Die EG-Richtlinie zur Einlagensicherung wurde von jedem Mitgliedsstaat etwas anders umgesetzt.

Wer sein Geld außerhalb von Deutschland, beispielsweise in Form von Tagesgeld oder Termingeld, anlegen möchte, sollte also auch einen Vergleich bezüglich der Einlagensicherung anstellen. Besitzt eine Bank eine Niederlassung in einem anderen Land, gelten bezüglich der Einlagensicherung die Vorgaben des Heimatlandes. Auch Großbritannien, das bis 2010 andere Regelungen hatte, hat sich bezüglich Einlagensicherung dem europäischen Standard angepasst.

Instrumente bei der Einlagensicherung

Banken haften gegenseitig und füreinander
Einlagensicherungsfonds (freiwillige Einlagensicherung)
Einlagensicherungs – und Anlegerentschädigungsgesetz in der Bundesrepublik (gesetzliche Einlagensicherung)

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